II. Haus Erxleben I. 

II 1. (Graf) Ludolf Friedrich Ferdinand 2. (W. III 450), jün­gerer Sohn Valentin Joachims IV. (W. III 441), geb. 23. 1. 1803 in Isenschnibbe, gest. 11. 7. 1889 in Erxle­ben, verh. 24. 9. 1829 mit Louise Therese Pauline v. d. Schu­lenburg-Priemern (geb. 5. 2. 1810 in Prie­mern, gest. 27. 9. 1882 in Erxleben).                Kinder dieser Ehe: II 2 – 10

Privatunterricht, dann Kloster Unser Lieben Frauen zu Magdeburg, Forst- und Jagdakademie zu Dreißigacker b. Meiningen, 1822 Freiwilliger im späteren Garde-Schüt­zen-Bataillon, 1823 Offizier im Garde-Kürassier-Regi­ment, 1828 Abschied und Übernahme der Bewirtschaf­tung der ihm nach dem Tode seines Vaters (11. 4. 1827) durch Los bei der Erbteilung zugefallenen Rittergüter Erxleben I und Eimersleben, an deren ungeteilten Besitz durch Kabinettsorder vom 15. 10. 1840 der Grafentitel nach dem Rechte der Erstgeburt aus adliger Ehe als Graf von Alvensleben-Erxleben geknüpft und durch Fidei­kommißstiftung vom 27. 2. 1878 gesichert wurde. Auf Präsentation des alten und befestigten Grundbesitzes der Altmark 16. 12. 1854 auf Lebenszeit ins Herrenhaus be­ru­fen. Seit 1853 (Tod seines Bruders Wilhelm, I 1) Se­nior der weißen Linie, seit 1856 geschäftsführender Se­nior der ganzen Familie. 1879 Wirkl. Geh. Rat mit dem Prä­dikat Exzellenz; Ehrenritter des Johanniterordens.  

II 2. Wernerine, Tochter von II 1, geb. 11. 8. 1831 in Erxleben, gest. 5. 7. 1882 in Groß-Möllen, verh. 23. 10. 1856 in Erxleben mit Friedrich Ludwig August Va­lentin v.Massow (Erbherrn auf Groß-Möllen und Loist in Pommern, gest. 7. 8. 1870) Ihr ältester Sohn Friedrich vermählte sich mit der dritten Tochter ihres Bruders Fritz, Katharina v. Alvensleben (II 16). 

II 3. Friedrich 13. (Fritz) Joachim, Sohn von II 1, geb. 10. 11. 1833 in Erxleben, gest. 26. 12. 1912 in Nizza, beige­setzt 6. 1. 1913 in der Schloßkapelle zu Erxleben, verh. 22. 7. 1863 mit Clara Elisabeth v. Krosigk, (Tochter des Wirkl. Geh. Rats Vollrath v. Krosigk, Fideikommiß­herr auf Poplitz usw. und seiner Gattin Elisabeth v. Roe­der), geb. 5. 6. 1844 in Naum­burg, gest. 16. 6. 1916 in München.                Kinder dieser Ehe: II 12, 14, 16, 17.

Erster Unterricht im Hause, 1847 Ritterakademie in Bran­denburg und Pädagogium zu Halle, Ostern 1852 Abitu­rium. Bis 1. 10. 1853 Universität Bonn, bis 1855 Univer­sität Berlin. Herbst 1855 Auskultatorprüfung, Frühjahr 1858 Referendar. Juli 1863 Regierungsassessor. Seit Ende 1863 bis 1. Januar 1901 Landrat des Kreises Neu­haldensleben. Er erwarb sich in dieser 37jährigen Amts­führung Verdienste um die Verbesserung des Wege- und Chausseenetzes und der Landwirtschaft sei­nes Kreises. Ebenso war er eifrig um die Durchführung der Einkom­mensteuer-, Krankenkassen-, Alters- und In­validenver­sicherungsgesetze bemüht. Nach 25jähriger Tätigkeit zum Geh. Regierungsrat ernannt. Seit 1896 Ritter und seit 1898 Kommandeur des Deutschen Ordens der Balley Utrecht. Seine Krankheit nötigte ihn, durch lange Zeit den größten Teil des Jahres im Süden zuzu­bringen. Seit dem Tode seines Vetters Wichard in Polvitz (I 2) 15. November 1909 Senior der weißen Linie und seit dem Ableben seines Vetters Udo-Schollene (VII 12) 6. Mai 1910 geschäftsführender Senior der Gesamtfami­lie. Wäh­rend seines Krankheitsaufenthaltes im Süden wurde er in der Geschäftsführung von seinem Bruder Friedrich Jo­hann (II 4) vertreten. 

II 4. Graf  Friedrich Johann 1. (Hans), Sohn von II 1, geb. 9. 4. 1836 in Erxleben, gest. 16. 9. 1913 in Erxle­ben, da­selbst beerdigt, verh. 14. 5. 1897 mit Pau­line Berta v. Roeder, geb. 5. 1. 1842 in Eaux Vives (Kan­ton Genf), gest. 15. 8. 1914 Frankfurt a. M., Witwe des am 23. 7. 1894 verstorbenen Generals der Infanterie und Adjutan­ten des Prinzen Alexander von Preußen, Ru­dolf von Winterfeld.                Diese Ehe blieb kinderlos

Eine Sonderbiographie des Grafen Friedrich Johann befindet sich in Vorbereitung. Hausunterricht, Pädagogium Halle, Michaelis 1854 Rei­feprüfung. Juristisches Studium bis Ostern 1856 in Bonn, bis 1858 in Berlin. 1858 Auskultator, 1860 Referendar, September 1861 Übertritt in den diplomatischen Dienst, Gesandtschaftsattaché in Brüssel, Mai 1863 diplomati­sches Examen, Legationssekretär in Stuttgart, München, Dresden, St. Petersburg und Washington, 1871 in das Spezialbureau des Reichskanzlers Fürsten Bismarck be­ru­fen, 1872 Botschaftsrat in St. Petersburg, 1876 Gene­ral­konsul in Bukarest, 1879 Ministerresident in Darm­stadt, 1882 Gesandter im Haag, 1884 Botschafter in St. Peters­burg. 20. 10. 1905 erbetener Abschied genehmigt. 12. 4. 1906 als lebenslängliches Mitglied ins Herrenhaus beru­fen. Widmet sich nach seiner Verabschiedung der Be­wirtschaftung seiner Güter Erxleben I und Eimersle­ben, welche ihm nach den testamentarischen Bestim­mungen des am 11. 7. 1889 verstorbenen Grafen Ferdi­nand durchs Los zugefallen waren und mit denen der Titel „Graf v. Alvensleben-Erxleben“ verbunden ist. Seit 1873 Kam­merherr, Ritter des hohen Ordens vom Schwarzen Adler und Inhaber des Großkreuzes des Roten Adlerordens.Die diplomatische Laufbahn Graf Friedrich Johanns um­faßt den Zeitraum von der Berufung Bismarcks an die Spitze der preußischen Regierung bis in das letzte Vor­sta­dium des Weltkrieges, also die Periode der höchsten Ent­faltung von Deutschlands Macht und ihres schrittwei­sen Verfalls seit Bismarcks Sturz. Graf Friedrich Johann ist nach Bismarcks Urteil einer seiner fähigsten Mitarbei­ter im Auswärtigen Amt gewesen.Im 3. Bande der „Gedanken und Erinnerungen“ erklärt der Fürst, er habe Alvensleben 1890 zum Nachfolger seines Sohnes Herbert als Staatssekretär im Auswärtigen Amt ausersehen, als dieser mit des Vaters Rücktritt gleichfalls den Staatsdienst verließ. Trotz der dringenden Vorstellungen Kaiser Wilhelms, Caprivis, Herbert Bis­marcks war Alvensleben nicht zu bewegen, diesen Posten zu übernehmen. Auch 1893 lehnte Graf Friedrich Johann die Berufung zum Botschafter in Washington ab. Diese beiden Chancen, in seinen besten Jahren Karriere zu ma­chen, ließ er vorübergehen, teils mit Rücksicht auf seine bereits angegriffene Gesundheit, teils auch, wie er aus­drücklich betont, um seinem Stammgut Erxleben nahe zu bleiben, an dem er – davon zeugen seine Briefe – mit allen Fasern hing. Vielleicht haben auch ein gewisser Mangel an Ehrgeiz und Selbstvertrauen oder auch ein allzu hohes Maß von Selbstkritik hier mitgesprochen. So mußte er erleben, daß Jüngere, wie beispielsweise Bülow (der spätere Reichskanzler), den er selbst mit herangebil­det hatte, ihn überflügelten, was er wiederum bitter emp­funden hat.Als Botschafter in St. Petersburg war es ihm nicht mög­lich, die Entwicklung des englisch-russisch-französischen Bündnisses aufzuhalten. In diese Periode fiel der Aus­bruch des russisch-japanischen Krieges und der russi­schen Revolution. Kaiser Wilhelm II. genehmigte 1905 seinen Abschied und verlieh ihm den Schwarzen Adler­orden. 

II 5. Friedrich Werner 12., Sohn von II 1, geb. 27. 2. 1838 in Erxleben, gest. 8. 2. 1912 in Berlin, beerdigt in der Schloßkapelle zu Erxleben, verh. 18. 9. 1862 zu Schloß Gartrop b. Wesel mit der Freiin Hermine Con­stanze Pau­line Marie Jacoba v. Nagell (geb. 25. 4. 1843 in Gartrop, gest. 16. 2. 1901 in Berlin, beerdigt in Erxleben; Tochter des Freiherren Karl Moritz v. Nagell auf Gartrop usw. und der Anne Wilhelmine Elisabeth, geb. v. Nagell-Ampsen).                Kinder dieser Ehe: II 11, 13,

15.Mai 1851 Kadettenhaus Potsdam, seit 1854 Hauptka­det­tenanstalt Berlin, 1857 Portepeefähnrich im 2. West­fä­lischen Husaren-Regiment Nr. 11, 1857 Sekondeleut­nant, 1866 Premierleutnant, 1867 Rittmeister und Es­kadrons­chef; nahm krankheitshalber am Feldzuge 1866 nicht teil, 1870/71 Ordonnanzoffizier im Stabe des 10. Armee­korps, 1874-79 Adjutant der Hessischen 25. Divi­sion in Darmstadt, seit 1877 Major, 1879 zum 2. Leib-Husaren-Regiment nach Posen versetzt, 1883 mit der Führung des Zieten-Husaren-Regiments Nr. 3 beauftragt, 1884 Oberstleutnant, 1885 zum 2. Hessischen Dragoner-Regi­ment Nr. 24 versetzt, 1887 Oberst, 1888 zur Dispo­sition gestellt. Lebte seitdem in Berlin. 

II 6. Marie, Tochter von II 1, geb. 25. 3. 1839 in Erxle­ben, gest. 25. 1. 1930 in Neubabelsberg, verh. 26. 10. 1858 in Erxleben mit Mathias Alexius Friedrich Ed­mund v. Lattorff (gest. 27. 7. 1900 in Berlin, Landrat des Krei­ses Salzwedel, später Oberregie­rungsrat in Stralsund). Lebte in Wernigerode. .............. 

II 7. Margarethe, Tochter von II 1, geb. 31. 10. 1840 in Erxleben, gest. 17. 4. 1899 in Heiligengrabe. Dort be­er­digt. Blieb unvermählt. Seit Februar 1893 Äbtissin des Stiftes Heiligengrabe. Sie hob die dortigen Verhältnisse in allen Verwaltungszweigen und war eine Mutter der Zöglinge, die sie sehr liebten und hochachteten. 

II 8. Gertrud, Tochter von II 1, geb.  4. 3. 1842 in Erxle­ben, gest. 20. 2. 1925 in Zeist, Niederlande, verh.. 2. 11. 1869 mit Jonkheer François van Bever­voorden tôt Oldemeule in Amsterdam, gest. 20. 2. 1908. 

II 9. Friedrich Gebhard 36., Sohn von II 1, geb. 12. 9. 1843 in Erxleben, gest. 2. 7. 1906 in Ballenstedt, beerdigt in der Schloßkapelle in Erxleben, verh. 28. 6. 1883 in Am­sterdam mit der Stieftochter seiner Schwester Ger­trud, Jongvrouwe Helene Christiane Marie Françoise van Be­vervoorden tôt Oldemeule (geb. 9. 6. 1862 in Amster­dam, gest. 30. 3. 1939 in Güstrow). Die Witwe hat sich 1908 wieder ver­mählt mit dem Grafen Friedrich Franz von Schlieffen a. d. H. Schlieffen­berg, war seit 4. 8. 1914 wiederum Witwe und lebte in Bückeburg.

Klosterschule Roßleben, 1861 Abiturientenprüfung, Uni­versitätsstudium in Berlin und Göttingen, trat wäh­rend des Krieges 1866 zur aktiven Armee über, August 1866 Sekondeleutnant, Oktober 1866 zum 14. Husaren-Regi­ment, 1868 zum 13. Dragoner-Regiment, bei dem er den Krieg gegen Frankreich mitmachte, 1880 Rittmeister und zum 16. Dragoner-Regiment, 1885 zum 14. Drago­ner-Regiment versetzt und als Adjutant zur 5. Division nach Frankfurt a. d. O. kommandiert, 1888 Major und zum Dragoner-Regiment Nr. 9. Erhielt September 1889 den erbetenen Abschied. Lebte in Frankfurt a. d. O., seit 1892 in Ballenstedt. Rechtsritter des Johanniterordens. 

II 10. Friedrich Albrecht 13., Sohn von II 1, geb. 23. 6. 1850 in Erxleben, gest. 11. 6. 1919 in Magdeburg, un­verheira­tet.

Klosterschule Roßleben, dann Ritterakademie Branden­burg, machte als Avantageur im 2. Westfälischen Husa­ren-Regiment Nr. 11 den Feldzug 1870 mit, April 1871 Sekondeleutnant, 1872 zum Magdeburgischen Füsilier-Regiment Nr. 36, 1882 Premierleutnant, Mai 1883 wegen zunehmender Kränklichkeit mit Pension verabschiedet. Er siedelte nach Erxleben I über und widmete sich der Landwirtschaft. Er übernahm die Bewirtschaftung des Fideikommisses Erxleben I - Eimersleben mit General­vollmacht seines Bruders Friedrich Johann (II 4), dem er damit sein Verbleiben im Staatsdienst ermöglichte. Al­brecht war seit 1888 Amtsvorsteher in Erxleben, seit 1893 Stellvertreter des Generaldirektors der Magdeburgi­schen Landfeuer-Sozietät. Seit 1913 Senior der weißen Linie. 1914 übersiedelte er nach Magdeburg, wo er 1919 verstarb. 

II 11. Graf Friedrich Ludolf 22., Sohn von II 5, geb. 14. 8. 1863 in Düsseldorf, gest. 9. 2. 1926 in Hahnenklee, verh. 8. 11. 1894 in Niederkauffung a. d. Katzbach mit Kuni­gunde Freiin von Zedlitz und Neukirch (geb. das. 26. 9. 1862, gest. 31. 7. 1935 in Eimersleben, Toch­ter von Kuno Freih. v. Zedlitz-Neukirch auf Niederkauf­fung und der Maria Gräfin Zieten)                Kinder dieser Ehe: II 18, 19.

Gymnasium zu Düsseldorf und Darmstadt, Ritterakade­mie Brandenburg, Posen und Schrimm, 1884 Abiturien­tenprüfung; widmete sich dem höheren Forstfach, 1884/85 Oberförsterei Thale, Universitäten Leipzig und Berlin, Forstakademien Eberswalde und Hannöversch-Münden. Einjährig-Freiwilliger im Magdeburgischen Jäger-Bataillon Nr.4 in Naumburg, 1892 Leutnant der Reserve, 1893 aktiver Leutnant im 1. Schlesischen Jäger-Bataillon Nr. 5, 1899-1902 Bezirksadjutant in Lauban i. Schl., 1902 Oberleutnant, 1906 Hauptmann, 1913 Ab­schiedsgesuch mit Pension bewilligt. Erbte 1913 nach dem Tode seines Oheims Joh. Friedrich (II 4) das Fidei­kommiß Erxleben I mit Eimersleben und den Grafentitel. 1908 Ehrenritter, 1918 Rechtsritter des Johanniterordens. Graf Ludolf widmete sich ganz der Bewirtschaftung sei­ner Güter und baute sein Schloß Erxleben I um (1913-14). 

II 12. Elisabeth Luise Margarethe, Tochter von II 3, geb. 27. 9. 1864 in Neuhaldensleben, gest. 10. 4. 1923 in Weimar, verh. 18. 5. 1883 in Neuhaldensleben mit Hans v. Meibom, jetzigem Preußischen General­ma­jor a. D. .............................. 

II 13. Anna Luise, Tochter von II 5, geb. 30. 7. 1865, gest. 19. 7. 1945 in Florenz, verh. I) 17. 9. 1885 in Rathenow mit Günther v. Puttka­mer auf Schlackow in Pommern, 17. 9. 1903 gesch., 24. 10. 1905 wieder vermählt II) mit Ludwig Grafen von Holn­stein auf Schwarzenfeld und Thal­hausen b. Freising in Bayern, (geb. 21. 9. 1868 in München, gest. 9. 10. 1930 in Partenkirchen), Bayerischem Kammerherrn und Ritt­meister. Wohnte in Thalhausen    

II 14. Clara Elisabeth, Tochter von II 3, geb. 29. 12. 1866 in Neuhaldensleben, gest. 9. 4. 1955 in Königstein, Taunus, verh. 6. 11. 1892 mit Wer­ner 16. Udo Geb­hard Otto v.Alvensleben (s. VI 26), Major a. D., Herrn auf Rodehlen und Dombenen, Kr. Rastenburg (Ostpr.) Wohnte daselbst. 

II 15. Friedrich Vollrath 1., Sohn von II 5, geb. 20. 1. 1869 in Lüneburg, gest. 16. 12. 1914 in Graz.Gymnasium in Darmstadt und Bensheim. Abiturienten­prüfung, Rechtsstudium, Referendar- und Assessorex­amen in Berlin. Lebte als Gerichtsassessor und Rechts­anwalt a. D. in Berlin und starb in Graz. 

II 16. Elisabeth Clara Katharina, Tochter von II 3, geb. 3. 2. 1870 in Neuhaldensleben, gest. 8. 9. 1941 in Groß-Möllen, verh. 7. 12. 1888 in Neuhal­densleben mit Friedrich Werner Ludwig Valentin von Massow, Leutnant a. D., Herrn auf Groß-Möllen und Loist, Kr. Pyritz (Pom.), ältester Sohn ihrer Tante Wer­nerine (siehe oben II 2). Seit 1924 Witwe; lebte in Groß-Möllen. 

II 17. Elisabeth Martha, Tochter von II 3, geb. 16. 9. 1872 in Neuhaldensleben, gest. 15. 3. 1953 im Ostseebad Kühlungsborn, verh. 8. 7. 1895 mit Otto Friedrich Eh­ren­reich v.Knoblauch, (gest. 27.1.1927) Oberleutnant d. R. im Kürassier-Regiment Nr. 6, Herrn auf Osterholz b. Arne­burg a. d. E., jetzt Rittmeister a. D., Ehrenritter des Jo­hanniterordens. Sie war seit 1927 Witwe und lebte in Brunshaupten, Ost­see. 

II 18. Graf Friedrich Johann 2. Werner Ferdinand Kuno, Sohn von II 11, geb. 21. 8. 1895 in Hirschberg i. Schles., gest. 27. 4. 1950 in Hamburg, verh. 12. 7. 1921 in Wolfsburg mit Gräfin Gisela v. d. Schulen­burg-Wolfsburg (jüngster Tochter des Gra­fen Wer­ner v. d. Schulenburg-Wolfsburg, Fideikom­miß­herrn auf Wolfsburg, Rittmeisters a. D. und seiner Ge­mahlin geb. Freiin v. d. Bussche-Ippenburg, genannt v. Kessell).                Kinder dieser Ehe: II 20,21.

Gymnasium Hirschberg, August 1914 Reifeprüfung in Neuhaldensleben. Fahnenjunker im Königs-Ulanen-Re­giment Nr. 13, Juni 1915 Leutnant, 27. 3. 1919 Abschied aus dem Heeresdienst bewilligt. Seit 1919 Studium der Land- und Forstwirtschaft an der Universität München. Seit Februar 1926 als Erbe seines Vaters Fideikommiß­besitzer auf Erxleben I und Eimersleben, auch Erbe des Grafentitels. Er nahm als Kavallerist vornehmlich an den Kämpfen an der Ostfront teil und zeichnete sich beson­ders bei dem Vormarsch in Estland und bei den Rück­zugskämpfen gegen die Bolschewisten aus. Seine Es­kadron mußte fast den ganzen Rückmarsch von Narwa (180 km westlich St. Petersburg) in die Heimat zu Pferde zurücklegen und traf daher erst am 20. 1. 1919 in ihrer Garnison Hannover ein................................................... 

II 19. Friedrich Gebhard 43. Ludolf, Sohn von II 11, geb. 15. 5. 1897 in Hirschberg, gest. 13. 1. 1918 in Mag­de­burg.Gymnasium Hirschberg; dann Fahnenjunker im Königs-Ulanen-Regiment Nr. 13. 

II 20. Gela Elisabeth Gabriele Ursula, Tochter von II 18, geb. 7. 4. 1922 in Wolfsburg, gest. am 13. 2. 1932 .......................................................................... 

II 21. Graf Busso 24. Ludolf Werner Alvo Günther, Sohn von II 18, geb. 25.10.1924 in Wolfsburg, gest. 4. 9. 1996 in Stuttgart .........................