Die zerprungene Glocke von Neugattersleben

Gebhard XXII. v. Alvensleben (1543-1609), der älteste Sohn von Ludolf X. (1511-1596), war Landrat im Erzstift Magdeburg und Besitzer der Pfandschaft Langenstein bei Halberstadt und des Gutes Neugattersleben (Wohlbrück III, S. 26). Als er am 22. September 1609 plötzlich und unerwartet in Langenstein starb, zersprang zur gleichen Zeit die größte Glocke in Neugattersleben – wie man sagt - als ein praesagium seines Todes.

Sein Leichnam wurde nach Neugattersleben überführt und in der Gruft der Kirche in Hohendorf beigesetzt, wo sich sein Grabstein zusammen mit seiner Frau Sophia von Mandelsloh sowie ein großes Epitaph noch heute befinden.

Quelle: Gebhard von Alvensleben: Stemmatographia Alvenslebiana oder Grund- und Ausführliche Beschreibung … derer von Alvensleben. Magdeburg 1656, S. 434