Alvensleben-Marsch

Friedrich Wilhelm Voigt, Komponist des Alvensleben-MarschesDer Alvensleben-Marsch ist der Parademarsch des früheren Infanterieregiments von Alvensleben (6. Brandenburgisches) Nr. 52 in Cottbus, das nach General Constantin v. Alvensleben (1809-1892) benannt wurde. Komponiert wurde er 1871 von Friedrich Wilhelm Voigt (1833-1894 - siehe Bild links)) unter dem Titel „Salus Caesari nostro Guilelmo“, Opus 61 mit der Hymne aus Händels Judas Maccabäus (1746).

Ein Kritiker hat ihn wie folgt beschrieben:  „Diesen Marsch mit der Hymne aus Händels ´Judas Maccabäus` habe ich oft gehört und kenne ihn gut. Aber wer ihn heute erstmalig hört, wird zu Titel und Gestaltung Fragen haben. Daher wird hier berichtet:  Der Marsch hat nichts mit der Zeit vor oder nach Hitler zu tun. Er war nie verboten, aber auch nicht besonders verlangt. Es ist ein schönes Stück, das vorwiegend auf Konzerten gespielt wurde. Als Straßenmarsch hatte ich den eigentümlichen Eindruck, dass die Soldaten leise und unbeteiligt kamen. Für den Dienstgebrauch in der Kaserne oder für Paraden war das Stück nicht. Er entstand 1871 als Siegesfestmarsch zur Verherrlichung der Deutschen Kaiserkrönung und des Kaisers Wilhelm am 18. Januar im Schloß Versailles. Der schöne Chor aus Händels Oratorium sollte dem Trio Ausdruck geben, der lateinische Titel dies wohl noch würdiger, festlicher ergänzen. So hinterließ uns der Komponist sein Opus 61.“ 

Literatur:

Joachim Toeche-Mittler: Armeemärsche. Kurt Vowinckel Verlag Neckargemünd 1966.
Historische Armeemärsche, Folge 30, hrsg. von „Die Stadtmusik Wien“, Leitung: Gustav Fischer, Beilage zur Langspielplatte gleichen Titels (ohne Jahr).